Home > Portrait > Gedanken zur Frauenmedizin Donnerstag, 9. September 2010
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Gedanken zur Frauenmedizin

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Die weisen Frauen, die Kräuterheilkundigen, die Hebammen und die Frauen, die sich ärztlich betätigten, waren schon immer (spätestens seit dem Mittelalter) ein Dorn im Auge unserer westlichen Gesellschaft. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie gaben altes Frauenwissen weiter, pflegten die alten Rituale und Kulte, hatten ein umfangreiches, über Frauengenerationen gewachsenes Naturwissen, kannten Verhütungsmittel, Lustmittel, Schmerzmittel und allerlei andere Dinge, die es den Frauen ermöglichte, in ihrem enggesteckten Rahmen eine gewisse Eigenständigkeit zu entfalten. Diese Frauen waren eine Konkurrenz, unter anderem auch für Priester und Aerzte. Der Aerztestand, der langsam aus dem Schoss der Kirche (hier gab es die ersten Universitäten) erwuchs, schloss Frauen von der medizinischen Ausbildung aus.

 

Hol Dir die Macht zurück über Deinen Körper,
Deine Seele und Dein Leben.

Millionen Frauen starben auf dem Scheiterhaufen. Mit diesen weisen Frauen ging das alte Heilwissen, die alten Frauenkulturen und Reste des Wissens um weibliche Rituale verloren. Die Frauen verstummten fast vollständig. Nach diesem Hexenwahn, nahm die von Männern ausgeübte Frauenheilkunde im 18. und 19. Jahrhundert ihren Aufschwung. Sie übernahm innert kürzester Zeit die Führung in den Bereichen Gynäkologie und Geburtshilfe, die Frauen bis dahin selbst gemanagt hatten. Frauen waren hier nur noch als Hilfskräfte zugelassen. Lieber sah man sie als Patientinnen. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Frauen „erlaubt“, Medizin zu studieren. Die Gynäkologie hat zum Teil sehr eigenwillige Vorstellungen vom Wesen und der Biologie der Frau, die in alle medizinischen Theorien, aber auch in unser gesellschaftliches Denken und Handeln einfliessen.


Genau hier möchte ich meinen Beitrag für alle Frauen leisten – Beratung, Begleitung und Behandlung von Frauen und Mädchen, auf frauenrespektierende und –freundliche Art.



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